Restaurant Stier

Das 1871 erbaute Gebäude, das auch als Kisbika bekannt ist, war nicht nur ein Hotel und Restaurant, sondern auch eines der Zentren des kulturellen Lebens der Stadt.

Die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs, die in den 1850er Jahren einsetzte, veränderte die kleine Stadt im Flachland grundlegend. Der zunehmende Personen- und Handelsverkehr veranlasste die Stadtoberhäupter zum Bau moderner Gasthäuser mit langem Betrieb. So begann der Bau des Gasthauses BIKA, das 1860 eröffnet wurde.

In den 1870er Jahren benötigte die Stadt dringend ein Gasthaus, in dem sie ihre offiziellen Gäste oder Delegierte und Beamte, die geschäftlich in die Stadt kamen, unterbringen konnte. Das Gasthaus BIKA war nicht nur ein Ort, an dem die offiziellen Gäste der Stadt bewirtet wurden, sondern auch ein wichtiger Treffpunkt für das gesellschaftliche und öffentliche Leben.

Das Restaurant wurde 1871 erbaut und ist noch heute auf dem Hauptplatz von Hajdúszoboszló zu sehen. Das einstöckige Gebäude befindet sich an der Ecke der Kossuth-Straße auf einem städtischen Grundstück. Seine zur Straße hin gelegene Fassade wurde so gebaut, dass sie mit der vom Rathaus ausgehenden und sich bis zur Kossuth-Straße erstreckenden Häuserreihe eine Linie bildet. Mit dem leeren Platz vor dem Gebäude wurde der Marktplatz ungefähr auf die doppelte Größe gebracht.

Der Eingang zum Restaurant öffnete sich vom Platz in der Mitte des Gebäudes aus und führte über eine Treppe nach oben. Hier befanden sich die Gästezimmer und ein großes, geräumiges Restaurant. Im Erdgeschoss befanden sich außerdem Geschäfte, die auf den Platz hinausgingen. Das Gebäude, das als "Little Babe" bekannt war, diente nicht nur als Hotel und Restaurant, sondern war auch ein Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt. Das große Restaurant im Obergeschoss wurde für Theater, Kunstaufführungen und politische Versammlungen genutzt.

In den 1930er Jahren zog die Gastronomie in das Gebiet um das Thermalbad um. Ab 1950 wurde das Finanzamt durch das Ergänzungshauptquartier der Verteidigungsstreitkräfte ersetzt. Das gesamte Gebäude wurde dann von der Cateringfirma genutzt. Auch der Name wurde geändert. Das Gebäude war früher das Délibáb presszó, die Bástya-Konditorei, und ist heute das Nelson Hotel, Restaurant und Konditorei.

Die dem Platz zugewandte Hauptfassade des Gebäudes ist durch die Fenster im Erdgeschoss und im ersten Stock in zwei Teile geteilt. Das untere Stockwerk hat rechteckige Fenster, während das obere Stockwerk gewölbte Fenster und Fensterbänke hat. Die Fenster des oberen Stockwerks sind außerdem durch vier gerade Pfosten mit einer 2+6+2 Teilung voneinander getrennt.

Das „Kisbull-Gästehaus” wacht seit mehr als 140 Jahren auf dem Hauptplatz von Hajdúszoboszló.

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