Das alte strohgedeckte Rathaus, das nicht mehr zu gebrauchen war, musste durch einen Neubau ersetzt werden. Man einigte sich mit dem Meister Rabl Cornelius aus Debrecen, der die reformierte Kirche gebaut hatte. Der Meister zeichnete die Pläne, und am 20. Mai 1818 „wurde der Grundstein für das Rathaus gelegt, das gegenüber der Kirche gebaut werden sollte.”
Der Eingang zu dem einstöckigen Gebäude, das an der Stelle der „Inneren Schankstube” errichtet worden war, erfolgte vom Innenhof aus. Vor den Räumen auf beiden Etagen befand sich ein Flur mit einer Ladentür. Vom Erdgeschoss aus stützen sechs Säulen, die sich zwischen den Schaufenstern erheben, den Korridor im Obergeschoss und den Hofteil des Daches. Die Flure mündeten in die Eingänge zu den Büros. Unter der Treppe, die in das Obergeschoss führt, wurde das Gefängnis ersetzt. Die der Kirche zugewandte Straßenfassade wurde dreigeteilt, indem der mittlere Teil, in dem sich der große Ratssaal befand, um einen Meter von den beiden anderen Wänden entfernt wurde.
Die Bauarbeiten dauerten drei Jahre. Die letzte Phase der Arbeiten war die Verglasung der Fenster und die Fertigstellung der Lehmöfen. Denn die Büros wurden mit Stroh und Rohren beheizt. „Eisenöfen wurden erst später in den Räumen installiert.
Die heutige Form des Rathauses entstand 1896, im Jahr der Jahrtausendwende der Eroberung. Damals wurde der vierte Teil in Richtung Rákóczi út hinzugefügt. Er wurde auf die gleiche Weise wie der mittlere Teil des früheren Gebäudes angebaut. Dadurch erhielt das Rathaus seine heutige Fassade.
1935 wurde der der Kirche zugewandte Teil des Rathauses in bemerkenswerter Weise umgebaut. Hier wurde ein Haupteingang geschaffen, dem das ehemalige Strasser-Zimmer zum Opfer fiel. Die Renovierung und die Kosten für das dekorative Tor wurden von einem wohlhabenden und angesehenen Einwohner, Daniel Stahler, übernommen.
Das gesamte Gebäude wurde in den 1970er Jahren und erneut 1998 vollständig renoviert. Letzteres führte auch zu einer abwechslungsreicheren Farbgestaltung der Fassade. Heute ist das Gebäude horizontal gegliedert, mit einer beruhigenden Wirkung und neoklassizistischen Elementen. Zwischen den 4 bis 4 halbrunden Fenstern im Obergeschoss befindet sich die gleiche Anzahl korinthischer Halbsäulen. Über ihnen wird das Dach von einer niedrigen, durchbrochenen Steinbalustrade flankiert, die in sechs Abschnitte unterteilt ist.
Das 180 Jahre alte Rathaus ist im abendlichen Scheinwerferlicht ein besonders schöner Anblick.


